Poleblog Interview

Im Sommer hatte ich die große Ehre zum ersten Mal interviewt zu werden. Biny vom Poleblog hat uns zu diesem Zweck besucht und ich durfte mein erstes Interview geben.Danke nochmal Biny für dieses tolle und vor allem sehr nette Gespräch! Hier ist das Interview:

Interview mit Isabella Casensky

Die meisten von uns kennen den Polestore, doch die wenigsten kennen die Person, die dahinter steht. Daher möchten wir sie euch heute vorstellen – Isabella Casensky.

Wann hast du mit Poledance begonnen und warum?

Ich habe vor 6 oder 7 Jahren bei Stefan Raab einen Beitrag über Poledance gesehen. Ich glaube es war damals Janine Wilkerling. Kurz darauf habe ich in einem Studio in Wien selbst mit dem Sport angefangen.

Hast du einen Lieblingstrick?

Nein, nicht wirklich. Ich finde die Schönheit beim Poledance liegt in den simplen Dingen: die Bewegung der Hand, die Haltung des Kopfes, ein gestrecktes Bein … Ich finde man kann die schönsten Choreografien aus ganz einfachen Tricks machen. Es muss nicht immer ein Iron-X sein, oder ein Rainbow Marchenko.

Wer sind deine Pole-Idole?

Meine Pole-Idole sind nicht die großen Stars die überall auf der Welt Workshops geben, sondern viel mehr Leute, die in der Pole-Industrie etwas erreicht haben. Damit meine ich jetzt zum Beispiel Studiobesitzer, die sich durchkämpfen. Leute, die aus dem Nichts etwas erschaffen.

Auch Pole-Idole sind nur Menschen. Natürlich bringen sie unglaubliche Leistungen, das muss man anerkennen, aber ich persönlich finde die Alltagskämpfer viel bewundernswerter. Mütter, die neben Job und Kinderbetreuung noch Zeit finden ins Studio zu gehen. Das sind meine Idole.

Was sind deine persönlichen Stärken?

Ich bin sehr kommunikativ *lacht*. Nein, wirklich ich denke, das ist meine größte Stärke und auch der Grund dafür, dass der Polestore so gut läuft. Ich bin diejenige, die den Polestore repräsentiert und mit den Kunden redet, während mein Mann derjenige ist, der im Hintergrund meine vielen Ideen umsetzt.

Wann hattest du die Idee zum Polestore?

Wir saßen an einem wunderschönen sonnigen Nachmittag auf unserer Terasse. Wir haben darüber gesprochen, dass ich mir jetzt endlich ein passendes Pole-Höschen kaufen muss und wie lästig das ist, dass es in Österreich so gar nichts gibt und man alles aus dem Ausland bestellen muss. Daraufhin hat mich mein Mann gefragt, was wohl wäre, wenn wir in Österreich etwas anbieten würden. Und so ist der Polestore entstanden.

Wie lange gibt es das Geschäft schon?

Seit 2011 oder 2012. Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht so genau.

Ihr bietet derzeit auch Workshops an – werden weitere folgen?

Das weiß ich noch nicht so genau. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, macht aber unheimlich viel Spaß. Prinzipiell plane ich sehr wohl, dass es wieder welche geben wird, allerdings nicht auf einer regelmäßigen Basis. Wenn es sich ergibt und einfach passt, dann natürlich wieder gerne. Insbesondere dann, wenn ich sehe, dass die Leute an bestimmten Personen Interesse haben. Derzeit ist noch nichts in Planung.

Habt ihr als Online-Store begonnen, oder gleich als Geschäft?

Wir waren zu beginn ein reiner Online-Store mit Lager bei uns im Keller. Das ging sogar so weit, dass die Leute, die ihre Produkte unbedingt abholen wollten, bis zu uns nachhause gekommen sind.

Wie waren die Anfänge?

Wie schon gesagt, hat alles im heimischen Keller angefangen. Ich kann mich noch erinnern, wie anstrengend das war, wenn eine Lieferung mit Stangen ankam, die wir dann in den Keller hinunter schleppen mussten. Das Büro war zu beginn natürlich auch zuhause.

Irgendwann hat es mir dann gereicht. Außerdem kamen mit der Zeit immer mehr Leute, die die Stücke angreifen oder eben vorab anprobieren wollten und so haben wir uns dieses Geschäft gemietet.

Warum gerade in Groß Enzersdorf?

Ich selbst wohne hier. Außerdem habe ich eine kleine Tochter, die für mich das Wichtigste auf der ganzen Welt ist. Um das Mutter-sein und den Polestore unter einen Hut zu bringen, sind mir kurze Wege besonders wichtig. Wäre das Geschäft in der Stadt, wäre es logistisch nicht möglich diese beiden Punkte in meinem Leben unter einen Hut zu bringen.

Außerdem ist Groß Enzersdorf mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen – der 26A hat ganz in der Nähe seine Endstation und seit der Verlängerung der U2 ist es noch besser geworden.

Außerdem sind die Versandkosten von 4 Euro innerhalb Österreichs für jeden leistbar. Da kostet der Fahrschein schon mehr, als der Versand selbst.

Warum gibt es im Polestore keine Pleaser zu kaufen?

Jeder, der selbst Pleaser besitzt, weiß, dass die Qualität der Produkte sehr unterschiedlich ausfällt. Es kann alles gut gehen, aber es kann genauso vorkommen, dass sich die Sohle oder einzelne Strasssteinchen lösen. Ich selbst, als Wiederverkäufer, möchte meinen Kunden allerdings eine gleichbleibende Qualität liefern.

Qualität im Allgemeinen ist mir sehr wichtig. Ich lasse mir von allen Marken stets Ansichtsexemplare schicken, bevor ich sie in das Repertoire aufnehme. Ich denke, die Auswahl im Polestore ist groß genug, damit sich jeder etwas findet, das er gerne anzieht. Qualität geht eben immer noch vor Quantität.

Danksagung

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Isabella für das Interview bedanken und ihr alles Gute für ihre Zukunft wünschen!